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Neurologisches Zentrum Gossau
Dr. med. Andrea Tasalan
Herisauerstrasse 36
Postfach 725
9200 Gossau

Tel.: 071-385 97 07
Fax: 071-385 97 08

Internet: www.nzg.ch
E-Mail: nzg(at)nzg.ch / nzg@hin.ch

EAN 7601000640529

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Elektroencephalographie (EEG)



Was ist ein Elektroenzephalogramm (EEG)? 

Das EEG ist eine Methode zur Messung der elektrischen Hirnströme. Die natürlichen Spannungsschwankungen der Hirnrinde werden damit abgeleitet. 



Wie funktioniert das EEG?

Auf die Kopfhaut werden kleine Metallplättchen (Elektroden) aufgesetzt (zumeist 21). Zwischen jeweils zwei Elektroden werden in verschiedenen Kombinationen die elektrischen Spannungsunterschiede gemessen, verstärkt mit einem speziellen Gerät , anschliessend als Hirnstromwellen aufgezeichnet. Diese elektrische Spannung bauen die Nervenzellen selbst auf als Zeichen ihrer Aktivität und Funktionstüchtigkeit.
Der Arzt beurteilt die Hirnstromwellen anhand ihrer Frequenz, Wellenhöhe (Amplitude), Steilheit und Lokalisation auf der Hirnoberfläche. Wichtig ist auch die Verteilung (Symmetrie und Asymmetrie) zwischen den beiden Hirnhälften. 



Wozu dient das EEG?

Mit einem EEG lassen sich krankhafte Veränderungen der elektrischen Hirnaktivität erfassen. 



  • Epilepsietypische Potenziale: typische EEG-Veränderungen, die bei einer Neigung zu epileptischen Anfällen (Krampfneigung des Gehirns) auftreten können. Das EEG kann bei der Diagnose einer Epilepsie helfen. Allerdings zeigt das EEG oft zwischen den Krampfanfällen keine Auffälligkeiten. Daher muss es gegebenenfalls mehrfach und unter Bedingungen, welche die Krampfbereitschaft erhöhen, durchgeführt werden (z.B. Schlafentzug in der Nacht vor der Untersuchung). 


  • Allgemeine Veränderungen im EEG-Befund: Sie betreffen die gesamte Hirnrinde und können beispielsweise bei entzündlichen (Enzephalitis) oder stoffwechselbedingten Hirnerkrankungen bzw. Vergiftungen auftreten. Sie können einen Hinweis auf den Schweregrad der Erkrankung liefern. 


  • Herdbefunde: Das sind regionale Veränderungen der Hirnstromwellen, die vor allem bei lokalen Hirnerkrankungen wie zum Beispiel einem Schlaganfall, Tumor oder lokalen entzündlichen Prozessen auftreten.


Das EEG wird heute am häufigsten zur Diagnostik bei Verdacht auf ein epileptisches Geschehen eingesetzt.

Wie verläuft eine EEG-Untersuchung ?
Vollkommen schmerzfrei.
Auf die Kopfhaut des Patienten werden meist 21 Elektroden gleichmäßig platziert, um die Hirnströme aufzuzeichnen. Damit sie nicht verrutschen, werden die Elektroden in eine Haube eingehakt, welche die Stirn und behaarten Teil des Kopfes wie ein Haarnetz umspannt.

Eine Routine-EEG-Ableitung dauert ungefähr 30 Minuten. Manchmal wird diese Ruhe-Ableitung mit geschlossenen Augen durch eine Flackerlichtuntersuchung ergänzt. Hier muss der Patient in eine rasche Hell-Dunkel-Folge blicken (Stroboskop). So lässt sich häufig eine bislang verborgene Epilepsieneigung aufdecken. In speziellen Fällen ist eine EEG-Messung über 24 Stunden notwendig. Die EEG-Untersuchung ist ungefährlich und beliebig oft wiederholbar.